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Was ist Hanf?

Hanf

Hanf ist auch bekannt als Cannabis. Es zählt zu den ältesten vom Menschen genutzten Pflanzen. Schon im Jahre 2800 v. Chr. verwendete man Cannabis zu diversen Zwecken. Hanf besteht aus verschiedenen Teilen, nämlich den Fasern, Samen, Blättern und Blüten. Aus jedem dieser Teile lässt sich eine Vielfalt von Produkten anfertigen. Hanf ist als Rausch- und Medizinmittel einsetzbar und findet in der Bau- und Textilindustrie ebenfalls seinen Platz. Auf die wesentlichen Eigenschaften und Verwendungsweisen von Hanf und seiner Bestandteile wollen wir im folgenden genauer eingehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Inhaltsstoffe
  • Geschichte
  • Verwendung von Cannabis
  • Hanf als Nahrungsmittel
  • Cannabis in der Medizin
  • Produkte aus Hanf
  • Verschiedene Sorten
  • Gesundheitliche Risiken

Inhaltsstoffe vom Hanf

In Cannabis konnten ungefähr 483 verchiedene Stoffe identifiziert werden. Davon sind ungefähr 113 Cannabinoide. Grob gesagt lassen sich alle Stoffe vom Cannabis in 4 Kategorien unterteilen. Diese lauten Toxine, Cannabinoide, Terpenoide und Flavonoide. Dabei sind Toxine jene Schadstoffe, die sich giftig auf unseren Körper ausüben können, wie z.B. Kohlenmonoxid.  Cannabinoide sind jene Stoffe die auf den Körper und Geist eine berauschende, oder gar heilende, Wirkung entfalten können. Dazu gehören THC, CBD und viele weitere Cannabinoide. Terpenoide und Flavonoide sind in den meisten Pflanzen enthalten und sind für deren Eigenschaften wie Geruch, Geschmack und Aussehen verantwortlich. Auch diese Stoffe können sowohl gesundheitsfördernde als auch schädliche Auswirkungen beim Konsum haben. Eine genauere Auflistung einzelner Inhaltsstoffe, inklusive deren Verdampfungstemperatur und Wirkung haben wir im Beitrag Woraus besteht Cannabis aufgeführt.

Zudem sind weitere Teile des Hanfs, wie bereits Erwähnt, die Samen, Blätter und Sehnen. Auf die Verwendungsmöglichkeiten und weitere Eigenschaften gehen wir im weiteren Verlauf des Artikels durch.

Geschichtliche Hintergründe zu Hanf

Man vermutet, dass Hanf seinen Ursprung in der Nähe Kasachstans hatte. Bereits um 2800 v. Chr. erschien eine Schrift eines Chinesischen Mediziners, der von den Heilwirkungen der Pflanze sprach. Er erwähnte unter anderem Malaria und Rheuma. Selbst die alten Griechen kleideten sich mit aus Hanffaser gewobenen Gewänden. Hanf galt eine lange Zeit lang als eine der wichtigsten Fasern und Nutzpflanzen Europas.

Aus den Sehnen wurden nicht nur Seile, Segel und Tücher gemacht, Hanffasern waren auch noch in Waffen eingesetzt. Beispielsweise dienten sie vorzüglich als Sehne eines Bogens. Auch galt Hanf in der Anfangszeit des Papieres als ein bedeutender Rohstoff. Denn bevor die Kunst günstigeres Papier aus Holz herzustellen gemeistert wurde, war man auf den Hanf angewiesen.

Gutenberg druckte 1455 die berühmte Gutenberg-Bibel auf Hanfpapier. Die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde ebenfalls auf Hanfpapier gedruckt. Selbst der erste amerikanische Präsident Gerge Washington baute Hanf im großen Stil an. Bis ungefähr zum Ersten Weltkrieg ging der Cannabisanbau im europäischen Raum fast komplett zurück.

Hanf in der Gegenwart

Seit 1990 ist der jährliche Cannabisanbau weltweit aber stetig gestiegen. Europa selbst schafft es nicht mal die eigene Nachfrage zu decken und ist auf Importe von außen angewiesen. Beliebte Quellenländer liegen dabei meist in Nordafrika. Seit der Zeit konnte Hanf sich wieder in der Wirtschaft etablieren und der Gebrauch wird zunehmend intensiviert. Hanferzeugnisse, vor allem Textilien sind sehr langlebig und Baumwollerzeugnissen in vielerlei Hinsicht überlegen. Hanf ist äußerst Schädlingsressistent und Pflegeleicht, nicht nur deshalb ist es eine immer beliebter werdende Nutzpflanze.

Hanf als Medizin

Noch nicht lang ist es her, seit die medizinsichen Vorteile des Cannabis in den Fokus gerückt sind. Wobei doch schon 2800 v.Chr. davon berichtet wurde. Für die medizinische und berauschende Wirkung werden vor allem Cannabinoide verantwortlich gemacht. Zwei der Hauptwirkungsträger sind: THC und CBD. Es gibt Studien die scheinbar belegen, dass die medizinische Einnahme von Cannabis bei Krebs helfen kann. Ebenso kann Hanf hilfreich bei Tourette oder Epilepsie sein. Zudem wirkt es beruhigend und schmerzlindernd. Es gibt viele weitere Anwendungsgebiete und noch mehr werden derzeit erforscht.

Gras, Weed, Ott, Pott, Marijuanna

Hanf als Hahrungsmittel

Hanfsamen, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind, enthalten Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien. Wow fast ein Komplettpaket an Nährstoffen. Die begehrte Omega-3-Fettsäure kommt in einem hohen Maße in Hanfsamen vor. Je nach Kreativität oder besonderem Rezept lassen sich Hanfsamen verarbeiten und essbar servieren.

Hanf als Rauschmittel

In der Regel konsumiert man die Buds, also die getrockneten Blüten der Hanfpflanze. Sie lassen sich in einem Joint, Bong oder Vaporizer konsumieren. Das Backen von Hanf als Rauschprodukt ist ebenso möglich. Weltweit ist Cannabis die am häufigsten konsumierte illegale Droge. Für das High-Gefühl ist das Cannabinoid THC verantwortlich. Der Konsum von Hanf kann entspannend, euphorisierend, hungererregend, schmerzlindernd oder auch deprimierend wirken. Je nach psychologischer Verfassung des Konsumenten. Genauer sind wir in dem Beitrag Wirkung von Cannabis darauf eingegangen.




Produkte aus Hanf

Heutzutage gibt es eine umfassende Anzahl an Produkten, die auf Hanfbasis hergestellt wurden. Beispielsweise lassen sich einige davon in der Drogerieabteilung finden. Wie diverse Pflegecreme mit Hanföl für Haut und Haar. Ebenso gibt es bereits aus Hanf hergestelltes Gleitgel. Im Bereich wohnen und Bauen wird Dämmfolie aus Hanffaser eingesetzt und ist sehr effizient. Zudem gibt es alkoholische Getränke mit Cannabiszutaten, wie beispielsweise Bier oder Gin. Textilien und Nahrung aus Cannabis haben wir zu Anfang des Beitrages schon ausgiebig erläutert.




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